Pfotenwege #2 - Das Therapeutenherz
- Sarah

- 6. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 14. Juni

Ein lieber Mensch in meinem Leben sagte zu Beginn meiner Ausbildung damals zu mir:
"Du hast das Herz einer Therapeutin!"
Der Satz berührt mich bis heute. Sie hat ausgesprochen, was ich schon sehr lange gefühlt habe. Mein Herz schlägt schon immer ganz besonders für die Hunde.
Die Hundephysiotherapie kam durch meinen Tayo in mein Leben. Und auch durch meine eigene Therapeutin. Sie vermittelt mir bis heute noch sehr viel Klarheit und Ganzheitlichkeit über den Körper und Geist. Von Menschen und Tieren.
Je mehr ich lernte und immer noch lerne, desto bewusster werde ich mir, wie viel ich bewirken kann. Und wie viel jeder einzelne von uns bewirken kann. Hinter jeder Behandlung steckt für mich weit mehr als Techniken, Übungen oder Fachwissen. Diese Dinge bilden natürlich die Grundlage meiner Arbeit. Doch liebe ich den Beruf in erster Linie, weil ich Hunde begleiten und unterstützen darf.
Jeden Einzelnen mit seiner eigenen Geschichte, Charakter und individuellen Herausforderungen. Ich sehe den Hund hinter all diesen Dingen. Nicht nur Diagnosen und Pläne.
Kein Hund sollte leiden müssen!
Natürlich weiß ich, dass Heilungsprozesse nicht immer geradlinig verlaufen, manchmal kann ich nicht so helfen wie ich mir das wünsche. Manchmal macht uns die Natur, die Genetik oder die Umwelt ein Strich durch die Rechnung. Manchmal verschlechtert sich ein Zustand trotz aller Bemühungen. Die Liste ist lang.
Trotz alledem wünsche ich mir für jeden Hund, dass es ihm gut geht. Und ja - einige Patienten schweben mir natürlich auch nach den Terminen durch meine Gedanken. Nicht, weil ich mir Sorgen mit nach Hause nehme.
Sondern, weil sie mir wichtig sind!
Jeder Hund ist ein Lebewesen, das vertraut, fühlt und
von seinen Menschen geliebt wird.
Ist es das? Mein Therapeutenherz? Vielleicht. Ich bin selbst liebende Hundebesitzerin und weiß wie es ist, wenn es dem eigenen Hund schlecht geht.
Für mich steht deswegen der Hund im Mittelpunkt. Sein Wohlbefinden und seine Lebensqualität. Deswegen berate ich immer ganzheitlich über die eigentliche Therapie hinaus.
An dieser Stelle möchte ich mich bei meiner eigenen Therapeutin bedanken. Danke für dein Wissen, deine Unterstützung und dafür, dass du auch ein echtes Therapeutenherz hast.
Und danke an alle Hundebesitzer da draußen, die jeden Tag ihr Bestes geben, damit es ihrem Tier gut geht. Ich wünsche allen viel Kraft, deren Hunde momentan schwierige Krankheitsphasen durchmachen.
Wir können nicht jede Erkrankung verhindern. Aber wir können unsere Hunde begleiten und für sie da sein. Gern gemeinsam.
Mit Herz & Hund
Sarah



Kommentare